Die fiesen kleinen täglichen Zeitfresserchen – sie sind nicht nur nervig, sondern rauben uns auch unsere Lebensenergie.

Wie wir es besser machen können, und was wir in unserem Business-Alltag beherzigen können, erfahren Sie hier:

Was ist Ihre erste Handlung am Morgen im Büro oder im Home Office?

  • Der Gang zur Kaffeemaschine, ein kurzer (virtueller) Plausch mit den Kollegen?
  • PC hochfahren und sofort
    • E-Mails checken?

Und genau das ist häufig bereits der Anfang vom Ende. Denn über Nacht haben sich wieder gefühlt hunderte von E-Mails in unserem Postfach eingefunden, die alle nur eins wollen: unsere Zeit.

E-Mails sind aber richtige fiese kleine Zeitfresserchen – insbesondere, wenn man sie zur falschen Zeit beantwortet.

Die beste Zeit für E-Mails ist nämlich nicht der Morgen, an dem wir noch den Kopf frei haben und energiegeladen sind, sondern die Zeiten, in denen unsere Leistungsfähigkeit gerade eine Pause macht – zum Beispiel nach dem Mittagessen oder am Nachmittag.

Niemals aber gleich zu Beginn eines Arbeitstages, in einer Zeit, in der wir noch frisch und leistungsfähig sind.

In dieser Zeit, also in den ersten Stunden, das muss für Morgenmuffel nicht morgens um 8.00 Uhr sein – wenn Ihr Tag erst um 11.00 Uhr startet – auch gut. Aber die ersten vier Stunden gehören immer den wichtigen Dingen, den Dingen, die Sie weiter bringen, die Ihr Business nach vorne katapultieren.

Und ja, das können manchmal auch die unangenehmen Dinge sein, die wir gerne vor uns her schieben.

 

„Eat that frog“ – Brian Tracy

 

Vielleicht kennt der eine oder andere das – ich kenne es zumindest von der eigenen Steuererklärung. Diese schiebe ich gerne vor mir her, das To Do wird dabei immer größer, und jedes Jahr, nachdem ich sie dann endlich auf den letzten Drücker gemacht habe (gerne in den Weihnachtsferien, dabei sollte man diese Zeit tatsächlich besser der Energie der Raunächte (Link zu Raunächte) widmen), denke ich: „Ach, das war doch gar nicht so schlimm, die nächste Steuererklärung mache ich gleich im Frühjahr.“ Aber dann kommt der März, der April und schwups ist schon wieder September, der Steuerberater schon zweimal angerufen, dass sich die Vorbereitung der Unterlagen leider verzögert, dass er doch bitte eine Verlängerung beim Finanzamt beantragen soll etc.

Das kostet alles unnötige Kraft und Nerven.

Deshalb lautet eine Erfolgstaktik: Eat that frog – Iss den Frosch. Was erstmal unappetitlich klingt, zumindest für die Nicht-Franzosen-Feinschmecker unter uns, ist eine Zeitmanagement-Methode, die uns besser organisiert.

 

Natürlich fällt es uns leichter, die kleineren, aber meist unwichtigeren To-Do’s  schnell zu erledigen, signalisiert unser Gehirn uns ja dann, dass wir bereits erfolgreich tätig waren.

Aber die wichtigen – oder auch unangenehmen Aufgaben – ballen sich dann wie eine Gewitterwolke vor uns auf oder sitzen uns im (dann unproduktiven) Nacken.

Besser ist es, das Unangenehme einfach zu machen, denn, wie Brian Tracy so schön (frei übersetzt) sagt: „Wenn du morgens als erstes einen Frosch isst, kannst du den ganzen Tag über zufrieden sein, denn dann hast du das Unangenehmste bereits hinter dir.“

Machen wir also das Unangenehme sofort, ohne Ausreden, ohne Aufschieberitis, oder wie es so schön wissenschaftlich heißt: ohne Prokrastination.

Auch die Prinzessin aus dem ‚Froschkönig‘ erfuhr, dass es sich durchaus lohnen kann, einen Frosch wenn nicht zu essen, so doch zu küssen.

 

So ist es auch im Beruf. Wer mehr darüber wissen möchte findet in dem Bestseller von Brian Tracy 21 Wege, in weniger Zeit mehr zu erreichen.
https://www.buch7.de/produkt/eat-that-frog-brian-tracy/1035511066?ean=978386936909921&partner=bewusster-wandel*

 

Weitere Turbo-Tools

 

Vergegenwärtigen, wir uns darüber hinaus jeden Morgen,

  • was heute ansteht,
  • was wir heute erledigen möchten.

Visualisieren wir unsere langfristigen Ziele mit Vision Boards (Link Beitrag Vision Board, Canvas Modell), praktizieren wir ebenso im Office eine Morgenroutine ( Link Morgenroutine).

 

Und stellen wir uns auch im Büro die richtigen Fragen:

 

  • Was will ich heute erschaffen?
  • Wer will ich heute sein,
    • als Chef, Mitarbeiter, Kollege, Lieferant, Auftraggeber?
  • Wie will ich heute sein?
  • Wie kann ich meine Vision von guten Arbeiten oder von einem guten Unternehmen in die Welt bringen?

Denn das Gehirn liebt es, für Fragen nach Lösungen zu suchen. Deshalb ist es klug, die richtigen Fragen zu stellen.

 

Also nicht:

  • Wie soll ich das heute bloß alles schaffen?
  • Warum bekomme immer ich den Ärger des Chefs ab?
  • Sondern lieber:
  • Was kann ich tun, damit mir die Arbeit heute noch leichter von der Hand geht?
  • Wie kann ich heute meinem Chef beweisen, was in mir steckt?

Das Gehirn sucht dann nach Antworten auf diese Fragen und nicht auf Antworten auf die negativen Dinge.

Sie werden sehen, wie viel effektiver, energiegeladener und vor allem freudvoller Sie ans Werk gehen.

Und dann bleibt auch ausreichend Zeit für die E-Mails – allerdings maximal zweimal  am Tag, das muss reichen.

Ich hatte mal einen Vorgesetzten, der antwortetet immer sofort auf meine E-Mails – und einen, der aus Prinzip niemals auf die erste E-Mail reagierte, sondern immer erst auf eine Nachfrage-E-Mail, weil er davon ausging, dass die meisten Dinge sich von alleine regeln.

Raten Sie, wer von beiden der Erfolgreichere war.

 

Aber nicht nur das Thema E-Mail ist ein echter Energieräuber.

 

Meetings und andere Zeitdiebe

 

Das Buch Momo erzählt die Geschichte von Zeitdieben, und wie ein Kind die gestohlene Zeit den Menschen zurückbringt. Auch Meetings können zu Zeitdieben werden – selbst wenn diese in letzter Zeit vermehrt online abgehalten werden. Ich empfinde diese sogar als noch zeitfressender, weil die Teilnehmer nicht ganz so präsent, achtsam dabei sind, vielleicht doch mal eine E-Mail nebenher checken, sich gedanklich kurz aus dem Gespräch ausklinken – allein schon deshalb, weil der Mensch ein haptisches Wesen ist und neben dem visuellen Eindruck auch die Energie des Raumes, die Ausstrahlung der Menschen wahrnehmen möchte.

In Zeiten, in dem jeder auf den Online-Kalender Zugriff hat und gnadenlos Meetings um die Mittagszeit oder gerne am Abend einplanen kann, ist eine der wichtigsten Regeln, sich selbst Pausenzeiten im Kalender zu blocken. Und das nicht nur zum Mittagessen, sondern auch, um wichtige Themen an einem Stück bearbeiten zu können.

Hilfreich ist es zudem, vor Meetings gemeinsam zu committen, was in dem Meeting herauskommen soll, was genau besprochen werden soll. Das kann eine kurze Meditation, eine Einstimmung in das Thema  sein, oder sogar eine kleine Mobilitätsübung: Die liegende Acht mit beiden Händen vor dem Körper ausgeführt, bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern vernetzt die linke mit der rechten Gehirnhälfte und aktiviert so unser gesamtes Potenzial.

 

Bloß nicht: Den nie versiegenden News-Feed streamen

 

Als am 11. September New York von Terroranschlägen heimgesucht wurde, war es erstaunlich, wie viele Mitarbeiter quasi live – während der Arbeit – von den entsetzlichen Vorgängen erfuhren.

Ich selbst habe erst später davon erfahren, ich war allerdings auch gerade in einem Meeting. Natürlich war der 11. September eine Ausnahme. Da war es auch durchaus wichtig, sich auf dem Laufenden zu halten.

Gott sei Dank geschehen aber nicht täglich solche schlimmen Dinge.

Nachrichten sind Zeitfresser – und Krafträuber. Eine schlechte Nachricht beamt uns herunter, nicht hinauf. Konsumieren wir diese während der Arbeitszeit oder auch in der Mittagspause, kratzen diese an unserem (hoffentlich) positiven Mindset.

Selbst im privaten Umfeld bin ich sehr vorsichtig mit Nachrichtenkonsum. Natürlich müssen wir auf dem Laufenden bleiben. Manchmal sollten wir uns jedoch schon die Frage stellen: Kann ich an einer Situation, über die in den Medien berichtet wird, etwas verändern? Wenn ja, dann machen Sie es.

Wenn nein, nützt den Betroffenen Ihre Betroffenheit wenig, und auch Ihrer Lebensenergie nützt es nichts, wenn diese durch schlechte Nachrichten heruntergezogen wird.

Sparen sich lieber ihre Energie für etwas Positives auf, z. B. um eine Spendenaktion in Ihrer Firma für ein Krisengebiet anzuregen oder machen Sie sich Gedanken über Aktionen und Projekte, die dazu beitragen können, Ihr Unternehmen zu einem verantwortungsbewussten Player im Markt zu machen, auf das sie stolz sind, dafür zu arbeiten.

Und konsumieren Sie weniger (schlechte) Nachrichten.

 

Zeiträuber Social Media: Wie social ist Social Media?

 

Auch wenn das Wort social drin steckt – Social Media ist nicht sozial. Social Media ersetzt nicht das Gespräch mit den Kollegen, den Lieferanten, den Kunden.

Social Media ist vor allem eins: ein riesiges schwarzes Loch, das alles in sich hineinsaugt, was sich am Rande bewegt.

Ein schwarzes Loch ist eine fiese Angelegenheit. Es saugt alles in sich hinein, was sich auf seinem Rand befindet, so auch die sozialen Netzwerke, die unsere (Lebens-)Zeit geradezu einsaugen.

 

 

 

Es spricht nichts dagegen, sich Inspiration auf Instagram zu holen, Kontakte über XING zu pflegen. Aber auch hier können wir ein Zeitfenster vorgeben, das Smartphone auf 20 Minuten stellen, und spätestens dann wieder in das wahre Leben zurückkehren.

 

Auch im Business gilt – Fokus ist alles

 

Also: E-Mails erst später bearbeiten, keine Ablenkung durch Nachrichten, das Unangenehme zuerst erledigen.

Das alles führt schon einmal zu einem produktiveren, entspannten Arbeiten.

Noch mehr Fokus erreichen wir durch Methoden aus der Persönlichkeitsentwicklung: Achtsamkeitstraining, Atemübungen, und – ja, andocken ans Feld:

Beginnen wir mit einer kleinen Atemübung, stellen wir uns vor, wie das Ergebnis auf dem Tisch liegt, öffnen wir uns gedanklich für das Universum, für das Quantenfeld oder wie auch immer man es nennen mag, verbinden wir uns mit dieser Energie. Und legen wir dann los.

Ich selbst habe es mit dieser Methode immer wieder geschafft, PR-Artikel – oder beispielsweise diesen Blogartikel – in einer sehr viel kürzerer Zeit zu schreiben als sonst.

Wobei es nicht um Effektivität geht, sondern um das Flow-Gefühl. Wenn wir im Flow sind, dann macht das Arbeiten richtig Spaß, dann zapfen wir unser Energie- und Kreativitätspotenzial an.

Apropos.

 

Wenn es mal ein bisschen kreativ sein soll

 

In vielen Berufen ist Kreativität gefragt. Die besten Ideen kommen aber häufig nicht am Schreibtisch, sondern unter der Dusche oder beim Laufen oder in der Entspannung.

Deshalb liegt auf meinem Nachtisch einen Notizblock mit Stift, so kann ich mir Ideen sofort notieren.

Beim Laufen in der Natur schreibe ich mir eine SMS oder nehme eine Nachricht an mich auf.

Erlauben wir uns auch im Büro-Alltag Pausen, gehen wir in der Mittagspause um den Block, das ist auch gut fürs Earthing, bringt Sauerstoff ins Gehirn und unsere Hirnzellen auf Trab.

Manchmal reichen auch kleine Mobilisationsübungen am Arbeitsplatz: Einfach die Schultern kreisen, beim Telefonieren aufstehen und auf den Zehen wippen, die Augen in die Ferne richten statt auf dem Bildschirm vor uns.

So fallen einem viel leichter kreative, neue Ideen ein.

 

Vielleicht kommt uns dann auch eine Idee, wie wir heute unser Unternehmen ein Stück nachhaltiger machen können?

 

 

Bildquelle: Pixabay

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