Was können Unternehmen für den Klimaschutz tun?

Einer der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit ist der Klimaschutz. Nicht nur Großkonzerne, auch kleine mittelständische Unternehmen können hier einiges bewirken. Wie?

Das erfahren Sie in diesem Interview aus der Reihe ‚Bewusstes Unternehmertum‘. In dieser erzählen Experten, was bewusstes Unternehmertum für sie bedeutet und geben Tipps, wie sie dies für sich und ihre Kunden umsetzen.

Herr Renner ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima. Die Stiftung bringt Organisationen, Institutionen und Unternehmen in Kontakt mit Anbietern des freiwilligen CO2-Kompensationsmarktes. 

Herr Renner, was bedeutet für Sie bewusstes Unternehmertum?

Bewusstes Unternehmertum bedeutet für mich, dass man sich mit unternehmerischen Klimaschutzstrategien auseinandergesetzt und folglich eine Dekarbonisierungsstrategie für sein Unternehmen aufgesetzt hat (Scope 1-3). Die Emissionen, die (noch) nicht vermieden werden können, werden mittels hochwertiger Ausgleichsprojekte im globalen Süden ausgleicht.

Wie gelingt aus Ihrer Sicht bewusstes Unternehmertum? Und können Sie einige Beispiele nennen?

Das gelingt aus meiner Sicht, indem man sich der Verantwortung seines wirtschaftlichen Handelns in der gesamten Breite seiner Auswirkungen bewusst wird, sich ihr stellt und entsprechende Maßnahmen ergreift.

Seiner Verantwortung wird man in unserem Zusammenhang dabei gerecht, indem man Klimaschutz global denkt und umsetzt – das müssen die Maßnahmen widerspiegeln.

Auf Beispiele möchte ich bewusst verzichten. Aber ja, es gibt eine ganze Reihe von Unternehmen, die sich ihrer Verantwortung stellen und eine entsprechende Strategie aufgesetzt haben – und zwar aus allen Unternehmensgrößenbereichen und -branchen.

Was ist Ihre Empfehlung für Unternehmen, die bewusster und nachhaltiger agieren möchten?

Sich zu informieren. Hier bietet die Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima eine unabhängige Plattform, auf der man sich zu diesen Themen über den aktuellen Stand informieren kann. Dabei spielt es keine Rolle wie weit ein Unternehmen bereits in seiner Klimaschutzstrategie vorangeschritten ist. Gleichzeitig stellen wir bei Bedarf den Kontakt zu Organisationen her, bei denen man sich für die Umsetzung Unterstützung holen kann.

Was sind Ihrer Erfahrung nach die Herausforderungen für Unternehmen, Institutionen und Organisationen im Bereich Klimaschutz?

Aktuell spüren wir eine Verunsicherung bei kleinen und mittleren Unternehmen. Dies hat auch damit zu tun, dass derzeit durch die Konsequenzen aus dem Krieg in der Ukraine und den Folgen der COVID-Pandemie die notwendigen Ressourcen für eine Dekarbonisierungsstrategie nicht mehr so leicht aufgebracht werden können. Gleichzeitig wird aber allerorts die zeitliche Enge betont. So entsteht der Eindruck, dass „die Kerze von beiden Seiten brennt“.

Hier brauchen die Unternehmen eine Unterstützung, die wir ihnen als Stiftung geben können.

Was möchten Sie diesen gerne mit auf den Weg geben?

Einfach anfangen. Auch kleine Schritte sind wichtig.

Was ist die Vision der ‚Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima?

Wir wollen gemeinsam global in Verantwortung treten, um die Ziele der Agenda 2030 und damit eine klimagerechte Welt zu erreichen. Wir wollen die Lebensgrundlagen auf der Erde – insbesondere die klimatischen Bedingungen – langfristig erhalten und dabei gleichzeitig den globalen Wohlstandsaufbau und die Eröffnung nachhaltiger Perspektiven für den globalen Süden vorantreiben.

Herr Renner, herzlichen Dank für Ihre wertvollen Einblicke in die Stiftungsarbeit und Ihre Tipps. 

Sie wünschen sich, dass Ihre (potenziellen) Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter von Ihrem Klimaschutz-Engagement erfahren?

Kontaktieren Sie mich gerne, gemeinsam entwickeln wir Ihre individuelle Klimaschutz-Kommunikationsstrategie.

Hier finden Sie weitere Best-Off Beispiele, wie bewusstes Unternehmertum gelingen kann.

In meinem Business-Blog gibt es zudem Antworten auf die Fragen:

• Wie hilft mir ALOHA-Spirit auf dem Weg zu einem bewussten Unternehmertum?
• In drei Schritten zur Klimaneutralität
• Auf der Suchen nach Firmengeschenken? Warum nicht einmal soziales Engagement verschenken und so sein CSR-Profil schärfen?