Was auf den Mittelstand jetzt zukommt und wie Sie es in Ihrer Kommunikation nutzen können

CSR – ein Thema, das im Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken ist. Sei es aus intrinsischer Motivation oder aufgrund rechtlicher Vorgaben.

In der EU gibt es verschiedene Richtlinien, die Unternehmen bei der Umsetzung von CSR beachten sollten.

Dieser Blogbeitrag zeigt auf, welche Unternehmen es betrifft, was Sie jetzt beachten müssen  muss und wie Sie Ihr Engagement für eine erfolgreiche PR Arbeit nutzen können.

Die EU-Richtlinen – ein Ausschnitt*

Die EU-Richtlinie 2014/95/EU verlangt von großen Unternehmen, in ihren jährlichen Berichten über nichtfinanzielle Informationen zu berichten. Dazu gehören;

  • Umwelt-,
  • Sozial- und Arbeitnehmerbelange,
  • Achtung der Menschenrechte sowie
  • Bekämpfung von Korruption und Bestechung.

Des Weiteren gibt es die EU-Richtlinie 2013/34/EU, die bestimmte Unternehmen dazu verpflichtet, in ihrem Lagebericht auch Angaben zur

  • Corporate Governance,
  • zur Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen sowie
  • zur Achtung der Menschenrechte zu machen.

Diese Richtlinie soll sicherstellen, dass Unternehmen ihre soziale Verantwortung wahrnehmen und transparent darüber berichten.

Zusätzlich dazu gibt es die EU-Richtlinie 2006/43/EG, die Anforderungen an Abschlussprüfer stellt, um sicherzustellen, dass sie auch nichtfinanzielle Aspekte wie Umwelt- und Sozialbelange bei ihrer Prüfung berücksichtigen.

All diese Richtlinien gilt es zu beachten und durch entsprechenden Maßnahmen umzusetzen.

Dies kann beispielsweise durch die Implementierung von CSR-Strategien und -Maßnahmen sowie durch die regelmäßige Berichterstattung über nichtfinanzielle Aspekte geschehen.

Darüber hinaus sollten Sie auch nationale Gesetze und Vorschriften im Bereich CSR beachten, da diese je nach Land variieren können.

Es ist aber nicht nur aus rechtlicher Perspektive sinnvoll, sich diese Richtlinien anzueignen. Denn  die Umsetzung von CSR-Maßnahmen stellt auch eine Chance für Ihr Unternehmen da. Sie  kann beispielsweise dazu beitragen, langfristig den Unternehmenserfolg zu sichern. Gleichzeitig üben Sie einen positiven Einfluss auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft aus.

Indem Unternehmen freiwillig über ihre sozialen und ökologischen Auswirkungen berichten und entsprechende Maßnahmen ergreifen, können sie ihr Engagement für Nachhaltigkeit und ethisches Handeln unter Beweis stellen.

Welche Unternehmen betreffen die CSR-EU-Richtlinien?*

Die genannten EU-Richtlinien im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) betreffen in erster Linie große Unternehmen, die als „öffentliches Interesse“ eingestuft werden.

Dies umfasst in der Regel

  • börsennotierte Unternehmen
  • sowie Banken und Versicherungen.

Diese Unternehmen sind verpflichtet, nichtfinanzielle Informationen in ihren jährlichen Berichten offenzulegen und sicherzustellen, dass ihre Geschäftspraktiken den sozialen und ökologischen Standards entsprechen.

Darüber hinaus können auch kleinere Unternehmen von den CSR-Richtlinien betroffen sein, insbesondere wenn sie in Branchen tätig sind, die einen erheblichen Einfluss auf die Umwelt oder die Gesellschaft haben. Es ist wichtig zu beachten, dass die genaue Anwendung der Richtlinien je nach nationalen Gesetzen und Vorschriften variieren kann.

Insgesamt ist es ratsam, dass alle Unternehmen – unabhängig von ihrer Größe – sich mit den CSR-Richtlinien vertraut machen und prüfen, ob sie für ihr jeweiliges Geschäft relevant sind. Selbst wenn ein Unternehmen nicht direkt von den EU-Richtlinien betroffen ist, kann die Umsetzung von CSR-Praktiken dennoch dazu beitragen, das Image des Unternehmens zu verbessern, die Mitarbeiterbindung zu stärken und langfristige Wertschöpfung zu fördern.

Darüber hinaus können mittelständische Unternehmen von öffentlichen Aufträgen oder Geschäftsbeziehungen mit größeren Unternehmen abhängig sein, die ihrerseits verpflichtet sind, CSR-Standards einzuhalten. In solchen Fällen kann es für mittelständische Unternehmen vorteilhaft sein, ebenfalls CSR-Praktiken zu implementieren, um den Anforderungen ihrer Geschäftspartner gerecht zu werden.

Was kommt mit den CSR-Richtlinien speziell auf den Mittelstand zu?*

 

Für den Mittelstand bedeutet dies, dass er sich mit den Anforderungen und Erwartungen im Bereich Corporate Social Responsibility auseinandersetzen muss. Auch wenn Sie möglicherweise nicht direkt von den EU-Richtlinien betroffen sind, kann die Implementierung von CSR-Praktiken dennoch dazu beitragen, das Image Ihres Unternehmens zu verbessern, die Mitarbeiterbindung zu stärken und langfristige Wertschöpfung zu fördern.

Darüber hinaus können mittelständische Unternehmen von öffentlichen Aufträgen oder Geschäftsbeziehungen mit größeren Unternehmen abhängig sein, die ihrerseits verpflichtet sind, CSR-Standards einzuhalten.

In solchen Fällen kann es für mittelständische Unternehmen vorteilhaft sein, ebenfalls CSR-Praktiken zu implementieren, um den Anforderungen ihrer Geschäftspartner gerecht zu werden.

 

Checkliste für den Mittelstand, um CSR-konform zu sein*

1. Identifizieren Sie die relevanten CSR-Richtlinien und -Standards:

Informieren Sie sich über die nationalen und internationalen CSR-Richtlinien, die für Ihr Unternehmen relevant sind.

2. Analyse der Auswirkungen:

Führen Sie eine gründliche Analyse der sozialen und ökologischen Auswirkungen Ihrer Geschäftstätigkeit durch, einschließlich Lieferketten, Produktionsprozessen und Entsorgung.

3. Zielgruppe:

Identifizieren Sie Ihre wichtigsten Zielgruppen und entwickeln Sie Kommunikationskanäle zu diesen Gruppen.

4. Erstellung eines CSR-Berichts:

Erstellen Sie einen transparenten Bericht über Ihre nichtfinanziellen Leistungen und Auswirkungen gemäß den geltenden Richtlinien.

5. Implementierung von CSR-Praktiken:

Entwickeln Sie konkrete Maßnahmen zur Verbesserung Ihrer sozialen und ökologischen Leistung, wie z.B. Energieeffizienz, Abfallmanagement, Mitarbeiterengagement oder soziales Engagement.

6. Schulung und Sensibilisierung:

Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden zu CSR-Themen und fördern Sie ein Bewusstsein für nachhaltiges Handeln im gesamten Unternehmen. Binden Sie Ihre Mitarbeitenden dabei mit ein – Sie werden sich wundern, wie viele in Ihrem Team sich für das Thema begeistern und Vorschläge einbringen. Sehr gut geeignet dafür sind Workshops mit verschiedenen Teams, in denen eine CSR-Strategie, die individuell auf Ihr Unternehmen zugeschnitten ist, entwickelt wird.

Sehr gerne unterstütze ich Sie bei der Entwicklung Ihres individuellen CSR-Engagements.

7. Überprüfung und Verbesserung:

Richten Sie interne Prozesse ein, um regelmäßig Ihre CSR-Leistung zu überprüfen, zu bewerten und zu verbessern.

8. Externe Kommunikation Ihres CSR-Engagements:

Kommunizieren Sie offen über Ihre CSR-Aktivitäten gegenüber Ihren Stakeholdern, Kunden und der Öffentlichkeit. Dies kann über PR-Arbeit geschehen, aber auch über Ihre Social Media Kanäle und Webseite.

Im folgenden wird schwerpunktmäßig auf den Bereich PR eingegangen.

Was Sie bei der Kommunikation Ihres CSR-Engagements beachten sollten:

Insbesondere bei PR zu Nachhaltigkeit und CSR ist Fingerspitzengefühl gefragt.

Hier ein paar Regeln und Tipps dazu:

1. Authentizität und Transparenz:

Kommunizieren Sie CSR-Themen authentisch und transparent. Vermeiden Sie Greenwashing oder das Hervorheben von CSR-Initiativen, die nicht substantiell sind.

2. Konsistenz:

Stellen Sie sicher, dass Ihre CSR-Kommunikation mit Ihren tatsächlichen Aktivitäten und Leistungen im Einklang steht. Inkonsistente Botschaften können das Vertrauen in Ihr Unternehmen beeinträchtigen.

3. Zielgruppenorientierung:

Was für allgemeine PR-Arbeit gilt, gilt ganz besonders für die Kommunikation Ihres CSR-Engagement. Passen Sie Ihre CSR-Kommunikation an die Bedürfnisse und Interessen Ihrer Zielgruppen an. Zeigen Sie auf, wie Ihre CSR-Initiativen einen positiven Einfluss auf die Gemeinschaft, die Umwelt oder andere relevante Bereiche haben.

4. Storytelling:

Nutzen Sie Geschichten und Fallbeispiele, um Ihre CSR-Bemühungen zu veranschaulichen und emotional zu vermitteln. Dies kann dazu beitragen, eine stärkere Bindung zu Ihrem Unternehmen aufzubauen.

5. Messbare Ergebnisse:

Kommunizieren Sie konkrete Ergebnisse und Auswirkungen Ihrer CSR-Initiativen, wie z.B. Reduzierung von CO2-Emissionen, soziale Projekte oder Verbesserungen in der Lieferkette.

6. Dialogbereitschaft:

Seien Sie offen für den Dialog  über Ihre CSR-Aktivitäten. Nehmen Sie Feedback ernst und zeigen Sie Bereitschaft zur Verbesserung.

7. Krisenkommunikation:

Entwickeln Sie eine Strategie für die Krisenkommunikation im Falle von unerwarteten Ereignissen oder negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit Ihren CSR-Aktivitäten.

8. Compliance:

Stellen Sie sicher, dass Ihre CSR-Kommunikation im Einklang mit den geltenden Gesetzen und Richtlinien steht, insbesondere in Bezug auf Werbung und öffentliche Darstellung.

9. Langfristige Perspektive:

Betonen Sie in Ihrer Kommunikation den langfristigen Ansatz Ihrer CSR-Strategie und wie diese zur nachhaltigen Entwicklung Ihres Unternehmens beiträgt.

9. Partnerschaften und Kooperationen:

Suchen Sie nach Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, NGOs oder Regierungsbehörden im Bereich CSR.

10. Kontinuierliche Weiterentwicklung:

Verfolgen Sie aktiv neue Entwicklungen im Bereich CSR und passen Sie Ihre Strategie entsprechend an.

Wie stellen Sie sicher, dass Ihr CSR-Engagement es in die Presse schafft?

Sie haben Ihre Hausaufgaben gemacht, Ihre individuelle CSR-Strategie entwickelt und wollen es nun in die Presse schaffen?

Beim Schreiben der Beiträge müssen wir uns im Klaren sein, dass die Medien geradezu überschwemmt werden von (meist belanglosen) Pressemitteilungen.

Wie Sie es besser machen können?

Hier ein paar Tipps, wie Sie Ihre CSR-Presseartikel veröffentlicht bekommen:

Nachrichtenwert:

Stellen Sie sicher, dass Ihr PR-Artikel einen klaren Nachrichtenwert hat. Dies kann beispielsweise eine innovative CSR-Initiative, ein bedeutendes soziales Engagement oder eine bemerkenswerte Leistung im Bereich Nachhaltigkeit sein.

Relevanz:

Der CSR-Artikel sollte für die Leserschaft der Zeitung relevant sein. Berücksichtigen Sie die Interessen und Bedürfnisse der Zielgruppe der jeweiligen Zeitung und passen Sie den Inhalt entsprechend an.

Klare Botschaft:

Formulieren Sie eine klare und prägnante Botschaft, die die Leser anspricht und zum Weiterlesen motiviert. Vermeiden Sie zu technische oder werbliche Sprache. Fokussieren Sie sich auf eine einzige Botschaft!

Faktenbasiert:

Fakten, Fakten, Fakten. Menschen lieben Fakten und „Beweise“. Stützen Sie deshalb Ihre CSR-Aussagen auf Fakten und Daten, um die Glaubwürdigkeit des Artikels zu stärken. Zeigen Sie konkrete Ergebnisse und Auswirkungen Ihrer CSR-Initiativen auf.

Lokaler Bezug:

Betonen Sie lokale Aspekte oder Auswirkungen Ihrer CSR-Aktivitäten, um das Interesse regionaler Zeitungen zu wecken.

Einbindung von Experten:

Ziehen Sie Experten oder Meinungsführer im Bereich CSR oder Nachhaltigkeit hinzu, um zusätzliche Glaubwürdigkeit zu schaffen. Oder noch besser, lassen Sie Ihre CSR-Experten zu Wort kommen – in Form von Interviews, Checklisten, Tipps, CSR-Best-Practice.Beispielen.

Visuelle Elemente:

Ergänzen Sie den Artikel mit aussagekräftigen Bildern, Grafiken oder Infografiken, um visuelles Interesse zu wecken.

Anpassung an redaktionelle Richtlinien:

Achten Sie darauf, dass der Artikel den redaktionellen Richtlinien der jeweiligen Zeitung entspricht und sich in den üblichen Rahmen für redaktionelle Beiträge einfügt.

Sehr gerne unterstütze ich Sie bei der CSR-Ideenfindung und deren Kommunikation und öffne für Sie das eine oder andere PR-Schatzkästchen.  Kontaktieren Sie mich noch heute, um mehr über maßgeschneiderte PR-Lösungen für Ihr CSR-Engagement für mittelständische Unternehmen zu erfahren.

 

*Dieser Beitrag ersetzt KEINE rechtliche Beratung. Bestimmungen können sich schnell ändern. Bitte informieren Sie sich nach dem aktuellen Stand der gesetzlichen Richtlinien und Gesetze.